Transparenz braucht Nachweise.
Claims · Versionen · Drittanbieter · Regulatory · Open Source · Trust Reports
1 Evidence first
Ein Dokument beschreibt zunächst, was vorgesehen ist. Wirksamkeit entsteht erst durch Konfigurationen, Verträge, Testresultate, Protokolle, Freigaben, Schulungen und nachvollziehbare Entscheidungen. Öffentliche Aussagen werden deshalb mit einem Verantwortlichen, einer Evidenz und einem Reviewdatum verbunden.
2 Claim Governance
| Claim-Bereich | Vor Veröffentlichung zu prüfen |
|---|---|
| Gesundheit / Erkennung | Zweckbestimmung, Evidenz, Grenzen, regulatorische Einordnung |
| Notfall / Alarm | Alarmkette, Abhängigkeiten, SLA, Zuständigkeiten, Fehlalarme/Nichterkennung |
| Swiss Hosted | Produktivdaten, Backups, Logs, Supportzugriffe, Drittservices und Ausnahmen |
| Security | tatsächliche Konfiguration, Scope, Test- und Betriebsnachweise |
| Zertifizierung | gültiges Zertifikat, Scope, Betreiber/Gesellschaft und Ablauf |
| Verfügbarkeit | gemessener oder vertraglich vereinbarter Scope statt pauschaler Prozentangabe |
3 Swiss Core mit transparenten Ausnahmen
Ein Schweizer Hostinganbieter allein beweist nicht, dass jede technische Metainformation ausschliesslich in der Schweiz bearbeitet wird. App Store, Push, E-Mail, Zahlung, Support oder Analyse können eigene Datenflüsse verursachen. Solche Ausnahmen werden in Datenschutz- und Drittanbieterinformationen ausgewiesen.
4 Versionsmanagement
AGB, Datenschutzerklärung und Einwilligungen werden mit Version und Gültigkeitsdatum geführt. Wesentliche Änderungen, die eine neue Zustimmung verlangen, werden nicht stillschweigend in alte Zustimmungen hineininterpretiert. Frühere Fassungen bleiben für den Nachweis archiviert.
5 Transparenzbericht
| Bereich | Öffentlich sinnvoll |
|---|---|
| Datenschutz | wesentliche Änderungen und aggregierte Betroffenenprozesse ohne personenbezogene Details |
| Security | wesentliche Verbesserungen, VDP und gegebenenfalls aggregierte Vorfallinformationen |
| Verfügbarkeit | nur gemessene Werte in einem eindeutig definierten Scope |
| Open Source | Lizenz-/Notice-Prozess und SBOM-Readiness ohne vertrauliche Schwachstellendetails |
| Lieferanten | relevante Datenstandort-/Subprozessoränderungen, soweit veröffentlichbar |
| Regulatory | laufende Assessments klar von abgeschlossenen Zertifizierungen trennen |
6 Open Source, IP und AI-assistierte Entwicklung
Lizenz-, Urheber- und Rechteketten werden je Release geprüft. AI-Tools gelten nicht als Rechte- oder Sicherheitsnachweis: produktive AI-assistierte Artefakte benötigen menschliche Prüfung auf Funktion, Sicherheit, Drittcode-Ähnlichkeit, Lizenzhinweise und Datenschutz.
7 Sicherheitslücken
Konkrete technische Sicherheitsprobleme sollen über den dokumentierten Responsible-Disclosure-Kanal gemeldet werden. Interne Schwachstellendetails, Schlüssel und Incident-Beweise werden nicht als allgemeine Trust-Inhalte veröffentlicht.
Vulnerability Disclosure Policy